Anpassungen des B-Schemas - Forderung der Gewerkschaft im Frühjahr 2022

Nach mehrfachen Anläufen haben seit Juni 2022 Verhandlungen zu inhaltlichen Anpassungen im Kollektivvertrag (kurz Uni-KV) – abseits von den Gehaltsvalorisierungen – begonnen und die Universitätengewerkschaft hat neben verschiedenen geringfügigeren Anpassungen vor allem auch erreicht, dass eine langjährige Forderung nach einer Attraktivierung des B-Gehaltsschemas ab PostDoc (§ 49 Univ-KV) endlich Verhandlungsgegenstand geworden ist.

Ein sehr große Anzahl an Post-Docs wird auf Basis dieses Gehaltsschemas entlohnt. In diesem Schema sind nur wenige Vorrückungen vorgesehen und im Vergleich zum neuen und dem alten Lehrer:innendienstrecht verdeutlicht, dass es schon bei den Einstiegsgehältern der Beschäftigten in B nach Uni-KV im Vergleich zu der angeführten Gruppe zu Unterschieden kommt. Über die Zeit hinweg – im Sinne einer Lebenseinkommenskurve – klafft eine immer größere Lücke (vgl. unterste Kurve) zwischen diesen Vergleichsgruppen auf.

An dieser Stelle wollen wir den damaligen Bundesminister Prof. Faßmann zitieren, der in einem Gespräch am 7.5.2019 gemeint hat, dass es ihm nicht einsichtig ist, warum die Personen, die Lehrer:innen ausbilden am Ende des Tages schlechter bezahlt werden, als Lehrer:innen der Sekundarstufe II.

Dieses Ungleichgewicht ist offensichtlich und wir haben vorgeschlagen, ab PostDoc die Vorrückungen alle sechs statt wie zZt. acht Jahre zu gewähren und gegebenenfalls zwei weitere notwendige Vorrückungsstufen einzuführen. Zusätzlich sollen die Vorrückungsstufen 500 Euro betragen. Diesen Vorschlag finden Sie ebenso grafisch (rot strichliert, Var 3) dargestellt.

Auch wenn derzeit keine einfachen Zeiten für die Finanzierung der Universitäten sind, sehen wir diese ersten Anpassungen des Gehaltsschemas seit der Einführung des Uni-KVs als unverzichtbar und wir hoffen, dass wir diesbezüglich akzeptable Angebote des Dachverbands bekommen sowie diese überfällige Änderung nicht erneut vertagt wird.